Herbst- und Erntefest 2014

Am 16. August und am 20. September trafen sich Mitglieder des Herdes Aldsidu Honovere zu Ritualen rund um das Thema Ernte einfahren, Erntedank und natürlich Tag- und Nachtgleiche.
Erntefest im August

Erntefest im August

Im August, so sollte man meinen, brennt die Sonne vom Himmel und man wünscht sich Schatten und kühle Getränke herbei und das letzte, was man braucht ist ein wärmendes Feuer.
August-Feuer mit Opfer-Ga(r)be

August-Feuer mit Opfer-Ga(r)be

Aber was war? Ein Regenschauer jagte den nächsten und so sehr sich unser Feuerwart auch bemühte. Es dauerte nahezu eine Stunde, bis er geschützt von einer Armee aus bunten Regenschirmen, das Feuer halbwegs in Gang bringen konnte.
Wann brennt endlich das Feuer???

Wann brennt endlich das Feuer???

Zum Glück hörte der Regen bald auf und wir konnten das anschließende gemeinsame Beisammensein mit kulinarischen Köstlichkeiten unter freiem Himmel genießen. Denn zu allem Überfluss war unser schöner, frisch sanierter Unterstand komplett zusammengebrochen….☹
——————————————–
Ganz anders das Ritual am 20.9. Der Himmel war zwar weitestgehend wolkenverhangen, aber es war schwülwarm und das Feuer brannte zwar klein aber sehr heiß und wurde von der Feuerwartin schnell in Gang gebracht. Viele, liebevoll hergerichtete Opfer wurden dargebracht.
Opferaltar zum Ernte- und Herbstfest 2014

Opferaltar zum Ernte- und Herbstfest 2014

Bunte Opferkörbe, reich gefüllt mit Mais, leuchtenden Blumen, Äpfeln, Ähren und Nüssen und selbstgebackenes Brot. Ähnlich leuchtend war der Altar geschmückt.
Opfergaben

Opfergaben

Symbolgebäck und Opfergaben

Symbolgebäck und Opfergaben

Als die Opferrunde beendet war, brach die Sonne hervor, so als wollten die Götter ihren Dank schicken! Wunderschön!!
Es ist jetzt die Zeit, wo auf den Feldern die Ernte eingebracht wird von fleißigen Landwirten, so dass es uns an keiner Nahrung mangelt. Es ist aber auch die Zeit, in der wir uns Gedanken über das symbolische “Ernte einbringen” machen können.
Was haben wir in den vergangenen Monaten gesät? Was ernten wir jetzt?
Das können Wünsche sein, die sich vielleicht jetzt erfüllen, weil wir den Weg dafür geebnet haben. Das können aber auch persönliche Erlebnisse, Emotionen oder Ideen sein, die plötzlich da sind, weil sie eine Zeitlang gereift sind.
Wir gehen in uns und fragen uns
“Was habe ich geleistet?”
“Was habe ich irgendwem gegenüber gesagt oder getan”?
“Wem bin ich begegnet”?
“Was wurde mir geschenkt, was habe ich verschenkt…”?
Die Liste kann jeder für sich selbst vervollständigen.
Unser Abschiedsgruß an die Wesen des Platzes, den wir beim Verlassen des Platz zurück ließen

Unser Abschiedsgruß an die Wesen des Platzes, den wir beim Verlassen des Platz zurück ließen

Es ist die Zeit, in der Hel in uns erwacht, die Dunkelheit wieder über das Licht triumphiert. Eine Zeit, in der wir dankbar sein dürfen für das, was wir jetzt geerntet haben. Ob angenehm oder eine Herausforderung, alles ist gut so, da es unserer Entwicklung dient.
Freuen wir uns auf die Zeit der gemütlichen Abende mit Tee, Kerzenlicht, einem Glas Wein, gute Gespräche in gemütlicher Atmosphäre, wenn draußen die ersten Herbststürme erwachen, tiefhängende Wolken über den Himmel huschen, der Regen gegen die Fenster prasselt und wir uns noch tiefer in Decken, Kissen und an den/die Liebste(n) kuscheln.
Bereiten wir uns vor für das, was Hel schon für uns bereithält, wenn sich bald die Türen zur “Schattenwelt” wieder öffnen. Es ist nie bedrohlich, sondern immer spannend. Denn das, was da offenbart wird, gibt uns den Samen für die nächste Aussaat im Frühjahr in die Hand!

 

Dieser Beitrag wurde unter Berichte und Bilder veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.